EFH Lommiswil 


2014

Das Bauland am westlichen Ende von Lommiswil, zweiseitig angrenzend an die Landwirtschaftszone stand schon seit vielen Jahren zum Verkauf. Doch nie hat sich eine Bauherrschaft von den Qualitäten dieses speziellen Grundstücks überzeugen lassen. Speziell aus dem Grund, dass sich in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl ein kleiner Bach als auch ein Bienenhaus befindet und die Form des Grundstückes mit einer schräg zulaufenden Parzellengrenze eine architektonische Herausforderung darstellt.

Die Bauherren, sie Architektin, er Haustechnikingenieur waren sofort von der Schönheit der Landschaft am Jurasüdfuss begeistert.Nach einer Bauzeit von nur 4 Monaten entstand ein Holzelementbau. Das dabei verwendete Holz stammt ausschliesslich aus Schweizer Wäldern. Auf das Kellergeschoss wurde komplett verzichtet. Die Haustechnik und Ab-stellflächen wurden intelligent in die Grundrisse integriert.
Die äussere Hülle, des nach Süden orientierten Minergiehauses bildet eine vertikale, vorvergraute Holzschalung aus Fichte und Tanne. Durch die reduzierte Verwendung von Fenstern auf der zur Strasse hingewendeten Nordseite ergibt sich ein skulpturales Erscheinungsbild, welches sich beim Betreten des Wohnhauses durch das zweigeschossige, von Dachschrägen begrenzte Atrium verstärkt.
Der hölzerne Solitär, der sich durch seine leicht abgedrehte Ausrichtung perfekt in das Grundstück und die benachbarte Bebauung einfügt, ist mit allen Wohnräumen nach Süden ausgerichtet. Der dadurch erhaltene Alpenblick ist unbezahlbar. Auf der grossen südseitigen Dachfläche befindet sich eine 41qm grosse Photovoltaikanlage, die das Haus zu einem Plusenergiehaus (Haustechnikstrom + Haushaltsstrom + Graue Energie) macht. Zusammen mit einer Erdsonden Wärmepumpe und einer kontrollierten Wohnungslüftung entstand so ein ökologisch nachhaltiges Wohnhaus für eine kleine Familie.
Die lichtdurchfluteten Innenräume mit einem sehr lebendigen Eichenparkett und verputzen Wänden und Decken bieten hochwertigen Lebensraum mit Anschluss an die Natur.